Maximalarbeitszeit soll an die „betrieblichen Bedürfnisse“ angepasst werden.

Einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten zufolge fordert der Branchenverband der Gastronomen und Hotelgewerbe eine Aufhebung der gesetzlich festgelegten, täglichen Maximalarbeitszeit von 10 Stunden. Den Branchenvertretern zufolge seien die momentanen Regelungen viel zu unflexibel. Statt einer täglichen Maximalarbeitszeit von 10 Stunden fordern sie eine wöchentliche Maximalarbeitszeit von 48 Stunden, welche flexibel nach Bedarf der Betriebe gehandhabt werden könne.

Außerdem beklagt der Branchenverband einen zu hohen bürokratischen Aufwand, der sich daraus ergebe, dass man die Arbeitszeiten der Angestellten und Tätigen dokumentieren müsse. Offenbar fordern die Unternehmer, dass es unkontrollierbar und intransparent bleibt, wer, wann, wo und wie lange arbeitet – bereits jetzt in der Gastronomie vielerorts Usus. Schlecht oder gar unbezahlte Überstunden und Schwarzarbeit, zu Löhnen weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn, können sich dadurch noch weiter verbreiten.