Gewerkschaft unterläuft Beschränkung der Zeitarbeit durch eigene Regelung.

Laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) gibt es mit der Metall- und Elektroindustrie, schon knapp zwei Wochen nach der Reform des „Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes“ (das Gesetz zur Regelung der Zeitarbeit), die erste große Branche mit Anstrengungen zu möglichen Ausnahmen von dem Gesetz. Die Gewerkschaft IG Metall habe demnach einer Regelung zugestimmt, die eine Ausnahme von der verschärften gesetzlichen Regelung vorsieht.

Die Regelung beinhaltet demnach die mögliche Ausweitung der Zeitarbeit von – wie im Gesetz vorgesehenen – 18 Monaten auf bis zu 48 Monate. Voraussetzung dafür sei, dass der Arbeitgeber eine entsprechende Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat abschließt, so ein Sprecher der IG Metall gegenüber der HAZ. Diese Regelung wurde zwischen dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall und der IG Metall verhandelt.

Die Arbeitgeber zeigten sich zufrieden mit der Regelung. „Zeitarbeit hilft unseren Unternehmen, flexibel auf Auftragsspitzen reagieren zu können“, sagte der Hauptgeschäftsführer von Niedersachsen-Metall, Volker Schmidt, der HAZ.

Leih- und Zeitarbeit sind seit vielen Jahren in Deutschland auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr hat die Zahl der ZeitarbeiterInnen erstmals die Marke von einer Million überschritten.