Tausende demonstrieren gegen Manipulationen bei Verfassungsreferendum.

Den dritten Tag in Folge sind gestern in vielen Städten der Türkei Tausende auf die Straße gegangen, um gegen die Manipulationen beim Verfassungsreferendum vom Sonntag zu demonstrieren. Die DemonstrantInnen forderten die Annullierung des Abstimmungsergebnisses.

Mit Parolen wie „Nein, wir haben gewonnen!“, „Schulter an Schulter gegen den Faschismus“ und „Das war erst der Anfang, der Kampf wird weitergehen“ zogen Tausende auf die Straßen. Neben Istanbul, Ankara und Izmir, gab es auch in Tekirdağ, Muğla, Aydın, Mersin, Kocaeli, Adana und Çanakkale Proteste.

Der Gouverneur von Antep verbot sofort alle politischen Aktivitäten wie Demonstrationen und Kundgebungen für einen Monat. Begründet wurde das Verbot damit, dass Protest zu sozialen Spannungen in der Bevölkerung führen könne und diese sich ausweiten könnten. Eine trotz des Verbotes durchgeführte Presseerklärung wurde von der Polizei brutal aufgelöst und zahlreiche Demonstranten wurden verhaftet.