Faschistischer Bundeswehr-Offizier deckte sich mit Munition für „Bürgerkrieg“ ein.

Der vergangene Woche festgenommene und unter Terrorverdacht stehende Bundeswehr-Oberleutnant Franco A. soll 1000 Schuss Munition aus Beständen der Streitkräfte entwendet und bei einem Bekannten deponiert haben. Das Bundesverteidigungsministerium leitet jetzt auch Ermittlungen gegen die Vorgesetzten des Offiziers ein, da diese seine ausländerfeindliche und faschistische Ideologie nicht wie vorgeschrieben an den Militärischen Abschirmdienst (MAD) gemeldet hatten.

Bei der Munition soll es sich, laut Verteidigungsministerium, um Patronen verschiedenen Kalibers für Pistolen, Sturmgewehre und einige Leuchtspur- und Nebelgeschosse handeln. Wie solch große Mengen Munition unbemerkt aus den Bundeswehrbeständen entwendet werden konnten, ist bisher noch offen.

Laut dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) gibt es eine Zeugenaussage aus dem Bundeswehr-Standort Augustdorf in Nordrhein-Westfalen mit Hinweisen auf Anschlagspläne. Außerdem soll der Soldat angegeben haben, dass er von einer Gruppe von Soldaten wisse, die Waffen und Munition beiseite schaffen würden, um im Fall eines „Bürgerkriegs“ auf der „richtigen“ Seite zu kämpfen. Es soll sich um eine Gruppe Soldaten auf dem Stützpunkt Illkirch handeln. Das Verteidigungsministerium wollte diese Aussage nicht kommentieren.