Umfrage zeigt, dass die AfD in der Wahrnehmung vieler Deutscher weiter nach rechts rückt.

74 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die „Alternative für Deutschland“ (AfD) keine „normale demokratische Partei“ sei. Das hat eine repräsentative Umfrage des „Allensbach-Instituts“ ergeben. Vor zwei Jahren waren es noch 62 Prozent. Politisch wird die AfD als immer weiter rechts stehend wahrgenommen. So sind wies die AfD auf einer Skale 0 (sehr links) bis 100 (sehr rechts) einen Wert von 82 auf. Vor zwei Jahren hatte der Wert noch bei 73 gelegen.

Gleichzeitig sprachen sich fast 57 Prozent der Befragten dafür aus, dass die AfD eine „konservative Alternative“ zu den etablierten Parteien seien solle. Dies sahen nur 28 % der befragten AfD-Sympathisanten so. Diese wünschten sich vielmehr eine „rechtsnationale“ Partei, die Deutschland gegen zu viele ausländische Einflüsse verteidige.

Die jüngste Umfrage („Forschungsgruppe Wahlen“) vom 19. Mai sieht die Alternative für Deutschland bei 7 Prozent. Damit würde die AfD hinter die Linke (9 Prozent) und die FDP (8 Prozent) fallen. Davor lag die AfD laut einer „Infratest-dimap“-Umfrage (vom 18. Mai) bei 9 Prozent.

Hintergrund ist möglicherweise die Umsetzung von AfD-Forderungen durch die Bundesregierung. Erst am 18. Mai war vom Bundestag eine massive Verschärfung des Asylrechts verabschiedet worden. Dadurch wurden unter anderem Fußfesseln für „Gefährder“ sowie die Handy-Durchsuchung von Geflüchteten legalisiert.