Neun internationalistische KämpferInnen der YPG wurden im Nordirak verhaftet. Ihr Verbleib ist ungewiss.

Die „Demokratische Partei Kurdistans“ (KDP), mit ihrem Vorsitzenden Messud Barzani, hat neun internationalistische KämpferInnen aus den Reihen der in Syrien gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ kämpfenden „Kurdischen Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) festgenommen. Die InternationalistInnen sollen nach ihrem Grenzübertritt von Rojava (Nordsyrien) in den Nordirak an einem Kontrollpunkt rund eineinhalb Kilometer vor der Stadt Hewler festgenommen worden sein.

Bei den Festgenommenen soll es sich um Callum Ross (Rizgar Çiya), Ozgan Ozdil (Dêrsim Agir), Anthonî Degatto (Rustem Fist), Justin Schnepp (Şervan Agir), die Italiener Mirko Bruna (Mirko Cûdî) und Paola Andolina (Azadî Raperîn), den Amerikaner Damien Rodriguez (Şêrzad Azad) sowie den Spanier Fernando Sanches Grassa (Çiya Azadî) handeln.

Laut dem PYD-Vertreter in Südkurdistan (Nordirak), Xerîb Hiso, wurden die InternationalistInnen bereits am Montag festgenommen. Hiso erklärte gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur ANF: „Es wird uns nicht gesagt, warum sie festgenommen wurden. Auch ist uns nichts über ihren Verbleib bekannt. Wir haben die Familien der Kämpfer kontaktiert. Über die Konsulate der jeweiligen Heimatländer haben wir Kontakt zu ihren Familien aufnehmen können. Auch sie wussten nichts von der Festnahme. Wir wissen nicht, ob sie nun freigelassen wurden oder nach Rojava zurückgekehrt sind.“

Das in Rojava ansässige „Solidaritäts- und Einheitsbüro der Völker“ (SYPG) forderte in einer Erklärung die Freilassung der InternationalistInnen und bezeichnete den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ und für die Freiheit Rojavas als legitim. Einige der Festgenommenen hatten, laut der Erklärung, auch in zivilen und sozialen Bereichen gemeinsam mit dem SYPG gearbeitet.