Auch nach 40 Jahren kämpfen die „Madres de Plaza de Mayo“ weiter für die Aufklärung der Verbrechen der Militärdiktatur in Argentinien.

Seit der ersten Versammlung am 30. April 1977 suchen die Mütter ihre Kinder und Verwandten, die in den 1970er und 1980er Jahren in Argentinien auf Befehl der machthabenden Militärs entführt, gefoltert und ermordet wurden. Bis heute demonstrieren sie jeden Donnerstag vor dem Regierungssitz in Buenos Aires. Und bis heute besteht ihre bislang unerfüllte Forderung nach Einsicht in die Akten der Diktatur-Zeit und der Anerkennung der 30.000 Entführten und Ermordeten.

Die Mütter der Plaza de Mayo inspirierten mit ihrem Widerstand auch die sozialen Kämpfe in anderen Ländern der Welt. So entstanden unter anderem auch in der Türkei die sogenannten „Samstags-Mütter“ nach argentinischem Vorbild. Auch sie ringen bis heute um die Aufklärung der Schicksale ihrer Angehörigen, die spurlos verschwanden und getötet wurden. 

Die Friedensmütter wurden durch ihre Aktionen weltweit zu einem Symbol von ungebrochenem Kampfeswillen.