Nach über 50 Tagen Hungerstreik geben Behörden Tas‘s Forderungen teilweise nach.

Seit 53 Tagen befindet sich der politische Gefangene Yusuf Tas in der JVA Heimsheim im Hungerstreik. Nun hat die zuständige Gefängnisbehörde bei einem Teil seiner Forderungen nachgegeben. Die Behörde sicherte laut Informationen des Anadolu Newsblog“ unter anderem zu, dass sie in Zukunft auf die unwürdigen Leibesvisitationen verzichten werde. Zudem sollen Tas der Briefkontakt und Telefonate in und aus der Türkei auf türkisch erlaubt werden. Weiterhin nicht zugelassen sei aber die Kommunikation auf türkisch in Europa, bzw. nur dann, wenn nachgewiesen werden könne, dass die betreffende Person kein Deutsch verstehe. Die Behörde argumentiert damit, dass aus Sicherheitsgründen jedwede türkische Kommunikation übersetzt werden müsse, um diese überwachen zu können, und diese Kosten könne bzw. wolle man sich nicht leisten.

In einem Telefonat, das er gestern, am 52. Tag seines Hungerstreiks mit seinem Anwalt führte, soll sich bereits eine starke Konzentrationsschwäche bei Tas bemerkbar gemacht haben. Zudem soll er nur noch unter Beschwerden sprechen können. Tas teilte seinem Anwalt mit, dass er die weitere Einschränkung seiner Rechte nicht akzeptieren und den Hungerstreik weiter fortsetzten werde. So droht ihm weiterhin die Zwangsernährung im Gefängniskrankenhaus Hohenasperg.