Josh Walker wird nach seinem Kampf in Rojava Terrorismus vorgeworfen.
Josh Walker, ein 26jähriger Brite, reiste im vergangenen Juni nach Rojava, um sich dort dem Kampf der „kurdischen Selbstverteidigungseinheiten“ (YPG) im Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) anzuschließen. Bereits bei seiner Rückkehr nach Großbritannien, im vergangenen Dezember, wurde Walker kurzzeitig verhaftet und nach einigen Befragungen wieder freigelassen.

Wie die englischsprachige Plattform KomNews erklärt, wurde gegen Walker nun ein Verfahren wegen Besitzes von Materialien eröffnet, die dazu geeignet seien, einen terroristischen Akt zu begehen. Ein Sprecher der „Walisischen Extremismus- und Anti-Terrorismus-Einheit“ bestätigte gegenüber der Bristol Post, dass Walker auf Grund dieser Anklage zur Fahndung ausgeschrieben sei. Nach einer weiteren Befragung letzten Freitag kann Walker bis zu einer ersten gerichtlichen Anhörung nächste Woche auf freiem Fuß bleiben. Es wird erwartet, dass das Verfahren vor dem höchsten englischen Gericht verhandelt wird.

Josh Walker machte in mehreren Interviews seine Motivation klar, warum er nach Syrien ging. So habe ihn zum Beispiel George Orwell inspiriert, der selbst in den 1930er Jahren nach Spanien ging, um mit Zehntausenden Internationalisten gegen die Faschisten und für die Verteidigung der spanischen Republik zu kämpfen. Walker weist jeden Vorwurf gegen ihn zurück und betrachtet den Kampf an der Seite der YPG als legitim und gerecht.