AfD Bayern „hilft Jugendlichen, dem Teufelskreis von linksextremer Ideologie und Gewalt zu entkommen.“

Die „Alternative für Deutschland“(AfD), eine Partei, die durch rassistische, sexistische und menschenfeindliche Äußerungen in der Vergangenheit häufig für negativen Medientrubel sorgte, hat in Bayern hat eine neue Aktion ins Leben gerufen. Man wolle Männern und Frauen aus „der Anitfa-Szene“ „helfen“. Sie sollen nach eigenen Aussagen aus der Kriminalität und zur Demokratie geleitet werden. Dafür ist seit Kurzem die Internetseite „antifa-ausstieg.de“ online.

„Bei der Antifa mitzumachen, scheint zunächst nicht verwerflich, sogar gesellschaftlich anerkannt. Doch erfahrungsgemäß führt die weitere Entwicklung meist in die Kriminalität. … Übernimm‘ Verantwortung in der Gesellschaft. Akzeptiere andere Meinungen … Hör auf, dir falsche Vorbilder zu suchen und fange selbst an zu denken. Nimm dein Leben in die Hand und nicht den nächsten Pflasterstein“, heißt es auf der neuen Website der AfD, die mit dem Slogan „Antifa Ausstieg JETZT“ linken „Extremismus“ stoppen möchte.

Eine ähnliches Konzept verfolgte auch der Verfassungsschutz im Oktober 2011 und schaltete eine Hotline für Aussteiger aus der linken Szene. Schon damals hatte niemand Interesse an solch einer Hotline, denn es ging kaum jemanden etwas an. In den Jahren ihres Bestehens riefen insgesamt 33 Menschen bei dieser Hotline an. Im Nachhinein konnten 25 Anrufe als „Scherzanrufe“ identifiziert werden.

Ganz im Gegensatz zur Meinung der AfD Bayern zeigen die statistischen Zahlen nämlich ein anderes Bild: Zur Zeit sind es 462 Rechtsextreme, die durch einen Haftbefehl gesucht werden und auf freiem Fuß sind. Das sei „zumindest ein Indiz für einen sich etablierenden Nazi-Untergrund“, äußerte sich die LINKE -Politikerin Ulla Jelpke zu den Zahlen. In der rechten Szene gäbe es einen starken Drang nach Gewalt und Straftaten, so Jelpke. Das Problem eines gewalttätigen Extremismus dürfte also vielmehr in den faschistischen Organisationen zu suchen sein.