In zahlreichen Städten ist der Bahnverkehr heute morgen auf Grund von Brandanschlägen auf Kabelschächte zum Erliegen gekommen.

Laut Bundespolizei habe es in der Nacht zum Montag mindestens 13 Brandanschläge auf Kabelschächte der Deutschen Bahn gegeben. Weitere Brandvorrichtungen sollen laut Polizei unschädlich gemacht worden seien, bevor sie entzündet wurden. Gebrannt hat es unter anderem an Bahnstrecken in Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig und Bremen. Durch die Brände ist es am Morgen in zahlreichen Städten und Bundesländern zu massiven Einschränkungen im Bahnverkehr gekommen, die weiter anhalten.

Der Bundespolizei wurden die ersten Brände gegen 3 Uhr Nachts gemeldet, bis 5 Uhr kamen ein Dutzend Meldungen zusammen. „Man muss tatsächlich davon ausgehen, dass es sich um Anschläge handelt“, so Christian Meinhold, Sprecher der Bundespolizei in Pirna gegenüber dem MDR. Der Staatsschutz und das „Operative Abwehrzentrum“ (OAZ) der Polizei in Sachsen haben die Ermittlungen zu den Tätern aufgenommen.

Auf dem linken Nachrichtenportal „linksunten.indymedia.org“ ist am Montag morgen ein anonymes Bekennerschreiben veröffentlicht worden mit dem Titel „Shutdown G20 – Hamburg vom Netz nehmen!“. In dem Schreiben heißt es: „Heute morgen haben wir die Kabelstränge entlang mehrerer Hauptstrecken der Bahn in Brand gesetzt. Die Bahn nutzt die Kabelkanäle neben den Gleisen nicht nur für die interne Signalübermittlung, sondern vermietet die Schächte auch an andere Datennetz-Betreiber. Wir unterbrechen die alles umfassende wirtschaftliche Verwertung.“

Inwieweit die Sicherheitsbehörden das Schreiben für authentisch halten oder andere Hinweise auf die Täter haben, ist bisher nicht bekannt.