Die Polizei setzt zum G20-Gipfel 300 MitarbeiterInnen für Medien-, Öffentlichkeits- und BürgerInnenarbeit ein.

Laut Timo Zill, dem Sprecher der Polizei für den G-20-Gipfel, hat sich die Hamburger Polizei „eine völlig neue Konzeption“ für die Kommunikation und Informationsweitergabe an Medien und BürgerInnen ausgedacht. Insgesamt sollen rund 300 MitarbeiterInnen die PR-Arbeit während des Gipfels Anfang Juli durchführen.

Der größte Teil von ihnen werde in Form von – besonders gekennzeichneten – „Kommunikationsteams“ direkt in den Hamburger Vierteln eingesetzt, die besonders von Sperrungen und Beeinträchtigungen durch Polizeimaßnahmen betroffen seien, so Zill. Im Vordergrund stünden dabei das „Schanzen“- und das „Karolinenviertel“, sowie das Gebiet um die neue „Elbphilharmonie“. Bereits seit einigen Tagen sollen diese „Kommunikationsteams“ in Hamburg im Einsatz sein.

Hinzu kommen 25 MitarbeiterInnen, die die Social Media-Kanäle der Polizei mit Informationen und Bildern versorgen werden. Ihre Aufgabe sei es zudem, gegen auf Facebook, Twitter und Co. kursierende Falschnachrichten vorzugehen und über die Lage aus Sicht der Polizei aufzuklären. Man wolle sich damit auch die Deutungshoheit über die Gipfelereignisse und die Geschehnisse bei den Protesten sichern.

Bereits seit Anfang April hat die Hamburger Polizei ein „Informationstelefon“ geschaltet, in dem 16 weitere MitarbeiterInnen arbeiten. In den ersten zwei Monaten sollen laut Zill bereits mehr als 1.000 Anrufe dort eingegangen sein.

Die Anzahl der MitarbeiterInnen in der Pressestelle der Polizei wird für den Gipfel auf 41 aufgestockt. Deren Aufgabe, die Sicht und Einschätzungen der Polizeiführung in die bundesweiten und internationalen Medien zu tragen, wird entsprechend eine besondere Bedeutung beigemessen. Bereits im Vorhinein des Gipfels soll es zahlreiche Informationsveranstaltungen für JournalistInnen geben.