Erneut „Rechtsrock“ in Thüringen. Rechtlich unsichere Situation verunsichert Landratsamt. 

5000 Neonazis werden zu einem Rechtsrock-Konzert am 15. Juli in Themar erwartet, berichten der Thüringer Verfassungsschutz und die Landespolizei Thüringen. Im Jahr 2016 gab es in Thüringen bereits ein Rechtsrock-Konzert mit 3500 Neonazis, was damals bereits als ein außergewöhnlich großes Konzert galt. Ein ähnlich großes Konzert habe es zuletzt in Unterwasser in der Schweiz gegeben.

„Wir stehen als Behörde mutterseelenallein da“, beschreibt der stellvertretende Landrat, Helge Hoffmann, der Deutschen Presse-Agentur (DPA) in Erfurt die Lage des Landratsamts Hildburghausen. „Wir wollen endlich mal eine klare Aussage, wo die Grenze zwischen kommerzieller Veranstaltung und einer Versammlung ist.“

Die Landespolizei bereite sich schon seit Wochen auf die Großveranstaltung vor, es würden auch aus anderen Bundesländern Hundertschaften nach Themar beordert. Es wird bei den Sicherheitsbehörden davon ausgegangen, dass es zu einer Vielzahl von Straftaten bei einer solchen Veranstaltung kommen wird. Das Landratsamt hatte das Konzert nicht als Versammlung genehmigt, der Veranstalter konnte dagegen aber erfolgreich klagen.