„Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ werden zunehmend als Gefahr eingestuft.

Nachdem es in den vergangenen zwei Jahren immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der sogenannten „Reichsbürger“-Bewegung und Polizisten kam, hat das Bundeskriminalamt (BKA) diese nun als ernst zunehmende Gefahr eingestuft. Die Zeitung Welt am Sonntag zitiert aus einem internen BKA-Papier, dass die Bewegung zur „äußersten Gewalt bis hin zu terroristischen Aktionen“ bereit sei.

Aktuell geht das BKA von rund 12.800 „Reichsbürgern“ in Deutschland aus. Die Mitglieder dieser Bewegung gehen von der weiteren Existenz des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 aus. Dementsprechend lehnen sie die heutigen deutschen Behörden, ihre Vertreter und Gesetze ab. Als noch gewaltbereiter wird die Szene der sogenannten „Selbstverwalter“ vom BKA eingestuft. „Selbstverwalter“ erklären ihre Privatgrundstücke zu autonomen Staatsgebieten, welche sie mit allen Mitteln gegen ein Eindringen von außen verteidigen.

Rund 13.000 Straftaten werden den beiden Gruppierungen bisher zugerechnet. Rund 750 der Straftaten sollen Gewaltdelikte vor allem gegen Behördenvertreter sein. Ab wann Straftaten dieser Gruppen gesondert aufgelistet werden, bzw. in welchem Zeitraum die genannten Taten begangen wurden, ist nicht bekannt.