Kämpfe in der Altstadt von Raqqa. Türkische Angriffe in Nordsyrien schwächen Kampf gegen „Islamischen Staat“.

Die von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) geführten „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) machen große Fortschritte bei der Befreiung der Stadt Raqqa vom sogenannten „Islamischen Staat“. Nachdem vergangene Woche die Stadt komplett eingekreist werden konnte und viele Außenbezirke der Stadt befreit wurden, haben am Dienstag erste Kämpfe in der Altstadt begonnen.

Währenddessen nehmen die Angriffe der Türkei auf Positionen der YPG im nordsyrischen Afrin immer weiter zu. Allein in der Nacht von Montag auf Dienstag wurden bei Angriffen der türkischen Artillerie drei Zivilisten getötet und vier weitere zum Teil schwer verletzt. Die Türkei hat in der vergangenen Woche Dutzende Panzer, Haubitzen und anderes schweres Kriegsgerät, sowie tausende Soldaten in dem von ihr besetzten Gebiet in Nordsyrien zusammengezogen. Auch tausende, mit der Türkei verbündete, islamistische Einheiten der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) sollen an der Militäroperation beteiligt werden.

In Vorbereitung einer großen Militäroperation haben die türkischen Streitkräfte zahlreiche Dörfer an der Frontlinie zu den Regionen Afrin und Shehba evakuiert und Felder an dieser Grenze angezündet und abgebrannt. Auch die kurdischen Verteidigungseinheiten ziehen zum Schutz von Afrin militärische Kräfte zusammen.