Die Mieten in deutschen Großstädten steigen in den letzten Monaten wieder deutlich schneller. Im Durchschnitt um rund sechs Prozent.

Den Daten des Immobilien-Start-up Unternehmens „Homeday“ zufolge steigen die durchschnittlichen Angebotsmieten um rund sechs Prozent. Verglichen wurden dafür Mietangebote in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf in den vergangenen zwölf Monaten.

Am stärksten ist der Preisanstieg demnach in Berlin, hier stiegen die Mietpreise durchschnittlich zwischen Juni 2016 und Juni 2017 um 9,7 Prozent an. Düsseldorf ist mit durchschnittlich „nur“ rund drei Prozent Preisanstieg das Schlusslicht der Untersuchung.

Laut Homeday sind dabei die Mieten in den bereits teuren Stadtteilen nicht mehr so stark angestiegen, dafür würden sich jedoch in bisher günstigeren Stadtteilen die Mieten um so stärker verteuern. In Hamburg ist zum Beispiel Jenfeld (15 Prozent) besonders betroffen, gefolgt von den Stadtteilen Cranz und Rothenburgsort (14 und 13 Prozent). In Berlin stehen Stadtteile wie Siemensstadt oder Schmargendorf (plus 14 Prozent) ganz oben auf der Rangliste.

Es sei mit keiner wirklichen Entspannung am Wohnungsmarkt zu rechnen: „Die hohe Wohnungsnachfrage lässt die Mietpreise steigen“, so Steffen Wicker, Geschäftsführer von Homeday. Durch den relativ geringen Leerstand von bis zu 1,5 Prozent in den deutschen Großstädten ist es für Immobilienfirmen und Spekulanten recht einfach, auch zu Höchstpreisen Wohnungen zu vermieten.