Nach dem G20-Gipfel ist eine mediale und öffentliche Diskussion über die Gewalt von Seiten der Polizeikräfte entbrannt.

Am Freitag teilte Hamburgs regierender Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) im Rundfunksender NDR 90,3 mit: „Polizeigewalt hat es nicht gegeben, das ist eine Denunziation, die ich entschieden zurückweise.“
Scholz ist aktuell massiver Kritik ausgesetzt, da er sich auch persönlich massiv dafür eingesetzt hatte, den G20-Gipfel nach Hamburg zu holen.

Derweil kursieren jedoch im Internet hunderte Videos und Aufnahmen vom G20-Treffen, auf denen überdeutlich Polizeigewalt zu erkennen ist. Nun hat eine „Gruppe von Menschen, die gegen den G20-Gipfel in Hamburg protestiert haben“ die Plattform „G20 Doku – der Gipfel der Polizeigewalt“ ins Leben gerufen. Auf der Website können Videos und Aufnahmen dazu hochgeladen werden.

Für Empörung sorgte zwischenzeitlich, dass der Kurznachrichtendienst „Twitter“ Links zum Dokumentationskanal sperrte. Seit gestern Abend, 18:54, war die Sperre dann wieder aufgehoben. Eine offizielle Erklärung steht noch aus. Twitter-Mitarbeiter Panos Meyer vermutet jedoch einen „Bug im Domain-Link-Prozess.“