iKriegseinsätze kosten mehr als 17 Milliarden Euro.

Wie die Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion „Die Linke“ im Bundestag angibt, beliefen sich die Kosten für Auslandseinsätze der Bundeswehr in den Jahren 1992 bis 2013 auf mehr als 17 Milliarden Euro. Diese Zahl setzt sich aus den sogenannten „einsatzbedingten Zusatzausgaben“ zusammen. Hinzu kommen die Personalkosten, die für die Anstellung von Soldaten und Personal auch ohne den Einsatz gezahlt worden wären.

Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass im Zeitraum zwischen 1992 bis Juni 2013 insgesamt mehr als 410.000 Soldaten in 52 offiziellen internationalen Einsätzen aktiv waren. Dabei wurden 108 deutsche Soldaten getötet.

Wie viele Menschen insgesamt in den Ländern der Auslandseinsätze der Bundeswehr im Rahmen der Kampfhandlungen während der Einsätze starben, ist der Bundesregierung laut ihrer Antwort nicht bekannt. Ebenso wenig umfasst die Antwort die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur durch die Kampfhandlungen.

Die Kosten für die Auslandseinsätze der Bundeswehr sind seit mehr als einem Jahrzehnt grundsätzlich deutlich höher als veranschlagt. So musste das Verteidigungsministerium die Kosten für die Auslandseinsätze über zehn Jahr hinweg im Nachhinein jeweils deutlich nach oben korrigieren und das oft um mehrere hundert Millionen Euro.

Der teuerste Einsatz der Bundeswehr war bis jetzt die Beteiligung am „ISAF“-Einsatz in Afghanistan. Er kostete fast neun Milliarden Euro.