Tausende Menschen bei verschiedenen Aktionen gegen Braunkohle und Tagebau.

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag gegen den weiteren Abbau von Braunkohle und den Betrieb von Tagebau demonstriert. Insgesamt sollen sich mehr als 6.000 Menschen an den heutigen Aktionen beteiligt haben.

„Rote Linie“
Bis zu 3.500 Menschen beteiligten sich an der Aktion „Rote Linie“. Die rot angezogenen TeilnehmerInnen bildeten so als Menschenkette eine kilometerlange Linie zwischen dem „rheinischen Tagebau“ und dem „Hambacher Forst“. Der Hambacher Forst soll der Erweiterung des Tagebaus weichen und komplett abgeholzt werden.

„Ende Gelände“
Parallel dazu versuchten mehrere tausend Menschen, die Arbeiten im und um das rheinische Tagebau-Revier zu behindern. Dabei wurde unter anderem die Nord-Süd-Kohlebahn an mehreren Stellen blockiert, so dass über Stunden keine Kohle aus dem Hambacher Tagebau in das Kohlekraftwerk Neurath transportiert werden konnte.

Bei einer weiteren Aktion soll auch das Werkstor des Kraftwerks Neurath von rund 150 DemonstrantInnen verstellt worden sein.

Die Sprecherin des Bündnisses „Ende Gelände“, Janna Aljtes, begründete die Aktionen wie folgt: “Wir lassen uns nicht aufhalten, wir stellen uns dieser rückwärtsgewandten Form von Energiegewinnung direkt in den Weg. Denn wenn wir die schlimmsten Auswirkungen der globalen Erwärmung verhindern wollen, müssen wir sofort aus der klimaschädlichen Braunkohle aussteigen.”