Ein Bündnis aus verschiedenen revolutionären Organisationen hat die Bundestagswahl zum Anlass genommen, eine gemeinsame politische Kampagne mit dem Slogan „Gebt eure Stimme nicht ab, sondern erhebt sie!“ (Link) durchzuführen.

In dem Flugblatt, das in einer Auflage von 20.000 Stück in verschiedenen Städten in Deutschland verteilt wurde, heißt es unter anderem: „Wir müssen unsere Stimme erheben, statt sie abzugeben – und zwar gemeinsam. Wenn wir uns nicht mehr an der Nase herumführen lassen wollen, müssen wir uns selber bilden und informieren. Wenn wir sicher sein wollen, dass unsere Interessen vertreten werden, dann müssen wir das selber tun. Wenn wir dabei erfolgreich sein wollen, dann müssen wir uns zusammen organisieren, um uns eine solidarische Gesellschaft, ein besseres Leben, ein Leben jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung zu erkämpfen.“

Am Samstag vor dem Wahltag, am 23. September, kam es in mehreren Städten zu verschiedenen Aktionen im Rahmen der Kampagne. In Berlin und Köln fanden parallele Kundgebungen der Bündnisorganisationen statt. Zahlreiche Flugblätter und auch Druckausgaben der Zeitung „Perspektive“ wurden verteilt. Auch in Nürnberg, Frankfurt, Gießen, Düsseldorf und Dortmund fanden unterschiedliche Aktionen im Rahmen der Kampagne statt.

In Erlangen z.B. wurde ein Demozug gegen den Bayrischen Innenminister Joachim Herrmann (Link) zur CSU Zentrale organisiert. In ihrem Aufruf machen die OrganisatorInnenen unter anderem auf Herrmanns Rolle bei der von MitschülerInnen verhinderten versuchten Abschiebung eines afghanischen Flüchtlings aus seiner Nürnberger Berufsschule  aufmerksam und auf seine rassistischen Ausfälle und seine Repressionsmaßnahmen gegen Wohnungslose, Arbeitende und Arbeitslose .