PEGIDA-Redner Nino K. baute und besaß weitere einsatzfähige Bomben und Sprengsätze.

Zwei Wochen nach Anklageerhebung gegen den seit neun Monaten in Untersuchungshaft sitzenden Nino K. werden weitere Details über die von ihm ausgeführten Anschläge auf eine Dresdner Moschee und ein Kongresszentrum bekannt:

Die Dresdner Staatsanwaltschaft wirft Nino K. vor, dass er am 26. September 2016 einen selbstgebauten Sprengsatz, bestehend aus einer Rohrbombe und mehreren Behältern brennbarer Flüssigkeit, vor der „DITIB Fatih Moschee“ in Dresden-Cotta abgestellt und mit einem Zeitzünder zur Explosion gebracht haben soll. Der Schaden bei der Explosion blieb begrenzt, da ein Teil der Bombenvorrichtung nicht zündete.

Keine 20 Minuten später soll Nino K. einen ähnlich gebauten Sprengsatz auf dem Dach des Dresdner Kongresszentrums angebracht und ebenfalls durch einen Zeitzünder zur Explosion gebracht haben. Weitere Sprengsätze und einen „modifizierten Molotowcocktail“ soll K. laut Generalstaatsanwaltschaft nach der Tat in der Elbe entsorgt haben.

Zudem fanden Ermittler bei seiner Verhaftung im Dezember 2016 in seiner Wohnung einen weiteren einsatzbereiten Sprengsatz – mit einer funktionsfähigen Masse von 4,6 Kilogramm, so Wolfgang Klein, der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Neben versuchtem Mord wird K. sich nun unter anderem wegen schwerer Brandstiftung und Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen vor Gericht verantworten müssen. Die mögliche Mitgliedschaft Nino K.s in einer Gruppe oder einem Netzwerk von Rechtsterroristen lehnen die Ermittler kategorisch ab.

 

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