Eine internationale Studie  – „geastudy.org“ – zeigt, dass über nationale Unterschiede hinweg Mädchen und Jungen ihre jeweilige Geschlechterrolle sehr früh anerzogen wird.

Die internationale Studie, deren Zwischenergebnisse in mehreren Artikel im „Journal of Adolescent Health“ veröffentlicht wurden, erfolgte 15 Ländern. In ausführlichen Interviews wurden 450 Jugendliche, sowie ihre Eltern oder Erziehungsberechtigte befragt. Unter anderem wurde sie in Ägypten, Bolivien, China, Kenia und den USA durchgeführt.

Die grundlegenden Ergebnisse zeigen, dass es in allen Ländern Geschlechterrollen gibt, die Kindern sehr früh anerzogen werden. Dabei gibt es kulturelle Unterschiede in der Ausprägung, jedoch wurde beispielsweise durchgängig festgestellt, dass Mädchen als „verletzlich“, Jungen dagegen als „stark“ und „unabhängig“ erzogen würden.

Für Mädchen würde ihr Körper und ihre Aussehen in den Mittelpunkt gerückt werden. Wer aus diesen Rollen ausbreche, werde dafür diskriminiert. Eine Folge aus der geschlechtsspezifischen Erziehung sei unter anderem, dass Jungen eher zu gewalttätigem Verhalten neigten und Frauen sehr früh in die Rolle der Ehefrau und Mutter schlüpfen würden.

Für Jungen „vergrößere“ sich die Welt ab der Pubertät, für Mädchen hingegen „verkleinere“ sie sich.