In der letzten Krise 2008 „sicherte“ staatliche Kurzarbeit 1,3 Millionen Jobs – und die Profite der Konzerne

Eine Studie des „Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung“ (IMK) der Hans Böckler-Stiftung ist zu dem Schluss gekommen, dass Kurzarbeit in der Welt-Wirtschaftskrise um 2008 ca. zwei bis vier Mal so viele Stellen gerettet hat, wie in den Krisen davor. In früheren Krisen schlug sich der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität zu knapp 30- 50% in Kündigungen nieder. Auf dem letzten Tiefpunkt, der „Großen Rezession“, „übersetzten“ sich hingegen lediglich 12% des Produktionsrückgangs in Entlassungen, so die Forscher.

Die Krise

2009 brach das Bruttoinlandsprodukt um 6 Prozentpunkte ein, daraufhin verloren 12% der ArbeiterInnen ihre Arbeitsstellen. In der Ölkrise 1970 oder in der Weltwirtschaftskrise 2000 verloren dagegen bis zu 30 – 50% der ArbeiterInnen ihre Jobs. Die massenhaften Entlassungen wurden durch verschiedene Maßnahmen ermöglicht: Arbeitszeitkonten, tariflich verkürzte Arbeitszeiten und vor allem staatliche Kurzarbeit, also weniger Stunden pro Arbeitstag bei staatlich subventioniertem Lohn. „Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld (Kug) wird gewährt, wenn in Betrieben oder Betriebsabteilungen die regelmäßige betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit infolge wirtschaftlicher Ursachen oder eines unabwendbaren Ereignisses vorübergehend verkürzt wird“, so die Bundesagentur für Arbeit. Es gab also keine so erhebliche, auf die Krise folgende Massenarbeitslosigkeit. Ein damit einhergehender Nachfrage-Verlust der Waren und Güter blieb somit aus.

Der Staat greift ein

Die Konzerne und Firmen zahlten also nur noch einen geringen Lohn, und der Staat kam für einen weiteren großen Bestandteil des Einkommens auf. Durch das Eingreifen des Staates konnte die Krise, die Konzerne und Banken verursacht hatten, auf die ArbeiterInnen abgewälzt werden: Zahlten sie durch ihre Steuern doch ihren eigenen Lohn und sicherten die weiteren Profite der Konzerne.