Rechte Partei beschließt Auflösung und gibt Empfehlung für AfD.

Am vergangenen Samstag tagte die Bundesversammlung der rechten Kleinstpartei „Pro Deutschland“ in Wuppertal und beschloss ihre Auflösung. Die Partei war aus der lokalen islamfeindlichen Gruppe „Pro Köln“ hervorgegangen und 2005 als Partei gegründet worden.

Die Partei ruft ihre ehemaligen Mitglieder und kommunalen Mandatsträger dazu auf, sich der rechten Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) anzuschließen.

„Pro Deutschland“ nennt drei Gründe für die Auflösung, die sich alle drei auf die AfD beziehen. In ihren Augen habe sich die AfD mit ihrem Bundesparteitag in Köln im April diesen Jahres eine klare politische Ausrichtung gegeben. Zudem seien andere „freiheitliche“ Parteien neben der AfD, durch deren Einzug in den Bundestag, nicht mehr von Relevanz.

Der wohl wichtigste und eigentliche Grund – neben der eigenen Bedeutungslosigkeit – dürfte die Ankündigung der europäischen rechten Parteien aus Österreich (FPÖ), Frankreich (Front National) und Belgien (Vlaams Belang) sein, dass sie ab sofort keine anderen Parteien außer der AfD in Deutschland mehr unterstützen würden. Damit fehlt es der Partei „Pro Deutschland“ nicht nur an finanzieller, sondern auch politischer Unterstützung aus dem Ausland.

Bereits zum Jahresende 2016 hatte sich die rechte Partei „Die Freiheit“ zugunsten der AfD aufgelöst, da die Mitglieder ihre Interessen nun von der AfD vertreten sehen.

In einer ersten Stellungnahme zeigte sich die AfD zumindest öffentlich nicht begeistert von dem Aufruf der Partei „Pro Deutschland“, in die AfD einzutreten. Laut dem AfD-Sprecher Christian Lüth werde es einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit Blick auf „Pro Deutschland“ geben.