Deutschland liegt dem „Globalen Klima-Risiko-Index“ der Umwelt- und Entwicklungsorganisation „Germanwatch“ zufolge auf Platz 23.

Das Hauptaugenmerk des aktuell in Bonn stattfindenden Weltklimagipfels ist unter anderem auf die Ergebnisse des „Globalen Klima-Risiko-Indexes“ der Umwelt- und Entwicklungsorganisation „Germanwatch“ gerichtet (Link). Der Index zeigt, dass Inselstaaten von Naturkatastrophen am stärksten betroffen sind, aber auch Industriestaaten nehmen immer mehr Schaden.

Deutschland ist im langfristigen Index nach Frankreich und Portugal eine der am stärksten betroffenen Industrienation. Mit der langen Hitzewelle 2003 und dem Orkan Kyrill 2007 ist die Zahl der Todesopfer stark gestiegen. Auch die Jahrhundert-Hochwasser an Donau, Elbe und Oder kosteten 15 Menschen das Leben und verursachten 3,91 Milliarden Dollar Schaden. Damit steht Deutschland auf Platz 23, hinter den USA, die als Industriestaat als erster auf der Liste auftauchen.

„Doch auch Industrienationen müssen aktiver werden im Umgang mit Klimafolgen. Außerdem ist effektiver Klimaschutz auch im Eigeninteresse dieser Länder, (…) die USA lagen 2016 mit 267 Todesopfern und rund 47,4 Milliarden US-Dollar Schäden durch Wetterextreme auf Rang 10.“, so der Ansprechpartner von Germanwatch, David Eckstein. „Haiti wurde 2016 vom stärksten Hurrikan seit über 50 Jahren heimgesucht und Fidschi vom stärksten je dort gemessenen Wirbelsturm. Damit steht Haiti auf Platz 1 und Fidschi auf Platz 3 im Index der am stärksten betroffenen Staaten im Jahr 2016.“

In den letzten 20 Jahren starben allein rund 520 000 Menschen aus den Gebieten Honduras, Haiti und Myanmar aufgrund von Naturkatastrophen. Insgesamt 11.000 Extremwetter suchten die Inselstaaten heim. Die wirtschaftlichen Schäden beliefen sich auf insgesamtetwa 3,16 Billionen US-Dollar.