Rund 300 Studierende zogen gestern durch Düsseldorf und demonstrierten gegen Studiengebühren für Nicht-EU-BürgerInnen.

Gestern traf sich im Landtag NRW in Düsseldorf der Wissenschaftsausschuss, um sich über Studiengebühren und Gebührenfreiheit von Bildung auszutauschen. Das nahmen Studierende landesweit zum Anlass, genau dorthin ihre Forderung zu tragen.

Es beteiligten sich zahlreiche Asten (Allgemeine Studierendenausschüsse) und politische Jugendorganisationen. Der aktuelle Vorschlag sind nämlich Studiengebühren, die ausschließlich Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland zahlen – in Baden-Württemberg rund 1500 Euro pro Semester. Dieses Modell will sich auch Nordrhein-Westfalen zum Vorbild nehmen.

„Bildung ist ein Recht und keine Ware!“

Dem entgegneten die Studierenden mit ihren Forderungen nach gebührenfreier Bildung, um Hochschulbildung nicht zu einem Privileg derjenigen mit besonders betuchten Eltern zu machen. Das bisher nur die Rede von Gebühren für AusländerInnen ist, macht die Sache für sie nicht besser.

„Während andere es als Erfolg verkaufen, dass ’nur‘ eine bestimmte Gruppe betroffen sein wird, wollen wir diese diskriminierende Form von Studiengebühren nicht hinnehmen“, so das Bündnis „Nein zu Studiengebühren“.

Des Weiteren sehen die Protestierenden darin schon den Vorboten für allgemeine Studiengebühren, die zum Beispiel die FDP wieder zur Diskussion stellen möchte. So machte vor dem Landtag ein Sprecher des Bündnisses deutlich: „Das hier ist das Ende der Demonstration, nicht das Ende unserer Proteste.“