Fast vier Jahrzehnte lang herrschte Robert Mugabe in Simbabwe. Nun ist der Präsident des afrikanischen Landes zurückgetreten.

Gestern Nachmittag ist der langjährige Präsident Simbabwes, Robert Mugabe, nach fast vier Jahrzehnten der Herrschaft von seinem Amt zurückgetreten. Nachdem er am 6. November seinen Rivalen und Vizepräsidenten Mnangagwa seines Amtes enthoben hatte, spitzte sich der Konflikt in der Führungselite des Landes dramatisch zu.

Nicht nur reiste der Armeechef, General Chiwenga, nach China, wo er sich mit den chinesischen Eliten abgesprochen haben soll. Auch drohte er der Regierung mit einem Eingreifen des Militärs in deren Angelegenheiten.

Die politische Krise ebbte aber nicht ab und das Militär führte wie angedroht einen Putsch durch. Präsident Mugabe war vom Militär unter Arrest gestellt worden und hatte sich zunächst geweigert, abzutreten. Am Dienstag Nachmittag übermittelte er dem Parlament jedoch seinen Rücktritt.

In der Hauptstadt des Landes, Harare, feierten tausende Menschen zusammen mit den Soldaten dieses Ereignis. Auch die Frau des zurückgetretenen Präsidenten, Grace Mugabe, scheint entmachtet zu sein. Ob „das Krokodil“ Mnangagwa nun das Amt seines Rivalen übernehmen kann, wird sich in Kürze zeigen. Die Zukunft des Landes scheint hingegen auf unbestimmte Zeit ungeklärt. Eine neue Regierung würde die zahlreichen Probleme des Landes aus der Ära Mugabes erben.