Zahl der Menschen, welche an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen, steigt seit 20 Jahren.

Die Anzahl der Menschen, welche an Sonntagen und an gesetzlichen Feiertagen arbeiten müssen, steigt seit Jahrzehnten deutlich an. In den vergangenen 20 Jahren ist die Anzahl um mehr als drei Millionen auf nun knapp 9,3 Millionen Menschen angestiegen. Dies geht aus den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, welche der dpa vorliegen.

Damit war im vergangenen Jahr jede/r vierte ArbeitnehmerIn von Arbeit an Sonn- und Feiertagen betroffen. Dieses Jahr werden zudem viele Menschen am 24. Dezember arbeiten müssen, obwohl dieser auf einen Sonntag fällt. Vor allem viele Supermärkte haben angekündigt an diesem Tag trotzdem zu öffnen.

Laut einer Umfrage des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es in jeder dritten Familie (35 Prozent) Angehörige, die über die diesjährigen Weihnachtsfeiertage arbeiten müssen. Dies betrifft in erster Linie Angestellte in Krankenhäusern und anderen Gesundheitsberufen, aber auch Menschen, welche in Lebensmittelläden und der Gastronomie arbeiten. Auch unter den Selbstständigen geben 22 Prozent an, ständig oder regelmäßig an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten.

Viele Tarifverträge sehen eigentlich Zuschläge für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen zu, durch die stetige Abnahme der Tarifbindung in zahlreichen Branchen, nimmt jedoch auch die Zahlung von Zuschlägen ab. Dies wird auch durch die Ausweitung von Minijobs verstärkt, in denen diese Zuschläge meist grundsätzlich nicht gezahlt werden.