Hoher Anstieg durch vermisste unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Gefahr des Menschenhandels

Fast 15.000 Menschen wurden Anfang Oktober in Deutschland vermisst. Damit liegt der Stand nur knapp unter dem Vorjahr (15.700). Im Oktober 2015 waren es noch 9900 Vermisste. Die starke Zunahme von 50% von 2015 auf 2016 hatte das Bundeskriminalamt mit der gestiegenen Zahl von vermissten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen begründet.

Das BKA versucht angesichts der hohen Zahl zu beschwichtigen. Laut BKA-Sprecherin gehörten dazu sowohl der, der „seit 30 Jahren gesucht wird und der, der seit zehn Minuten vermisst wird“. Die Hälfte der Vermisstenfälle erledige sich innerhalb der ersten Woche, innerhalb eines Monats dann schon mehr als 80 Prozent.

Gefahr Opfer von Menschenhandel zu werden.

Insgesamt wurden im Jahr 2015 und 2016 rund 18000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland als vermisst gemeldet. Bisher konnte der Aufenthaltsort bei 2/3 der Vermissten in der Zwischenzeit festgestellt und die Fahndung gelöscht werden. Damit ist die Quote schlechter als bei dem Durchschnitt.

Obgleich das BKA selbst den Anstieg der Vermisstenquote auf vermisste minderjährige Flüchtlinge zurückführt, wird keine Aufklärungsoffensive gestartet.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sieht jedoch massive Gefahren: so würden junge Flüchtlinge „vermehrt Opfer von Menschenhandel und krimineller oder sexueller Ausbeutung.“ Studien oder Berichte gibt es kaum über diese dunkelen Bereiche. Besonders massiv ist das Problem in Italien.

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