Südkorea und Nordkorea wollen nach zwei Jahren Kontaktabbruch wieder direkt kommunizieren. 

Nachdem 2017 in Ostasien ein Jahr immer größer werdender Spannungen war, beginnt das Jahr 2018 mit einer überraschenden Annäherung zwischen der Republik Korea und der Demokratischen Volksrepublik Korea. Seit 2016 hatten die beiden Länder keine unmittelbare Kommunikation mehr gepflegt. Dies soll sich nun ändern.

In seiner Neujahrsansprache sagte der nordkoreanische Präsident Kim Jong Un in versöhnlichem Ton: „Vor allem müssen wir die militärischen Spannungen zwischen dem Norden und dem Süden lindern.“ Sogleich schlug Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myong-gyon ein Gespräch beider Regierungen am 09. Januar vor. Bereits am Mittwoch Nachmittag soll wieder eine direkte Leitung zwischen den Regierungen beider Staaten geöffnet werden.

Eine direkte Kommunikation könnte ungewollte Konflikte vermeiden und eine weitere Annäherung ermöglichen. So beabsichtigt die Regierung Südkoreas in Seoul, den Norden an der Austragung der olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pjöngchang zu beteiligen.

Der südkoreanische Minister für Wiedervereinigung merkte dazu an: „Wir hoffen, dass der Süden und der Norden sich von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen und über die Teilnahme einer nordkoreanischen Delegation an den Spielen in Pjöngchang diskutieren können. Genauso wie über weitere Themen von gemeinsamen Interesse für die Stärkung der Beziehungen“.
Chinas Außenministerium begrüßte die Annäherung. Seitens der US-Regierung blieb man betont zynisch. Auf einen Hinweis Kim Jong Uns auf die nukleare Macht seines Landes verwies US-Präsident Trump darauf, dass sein „roter Knopf“ größer sei und funktioniere.

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