kurdische Miliz YPG/YPJ bereit für Kampf

Die türkische Armee hat mit massivem Beschuss kurdischer Dörfer in Afrin in Nordsyrien begonnen. Zwar haben noch keine Truppen die Grenze von der Türkei nach Syrien überschritten, der Verteidigungsminister Canikli bezeichnete die Angriffe jedoch als Beginn der Offensive gegen die kurdischen Autonomiegebiete.

Afrin ist ein Kanton des von den Kurden als „Rojava“ bezeichneten Autonomiegebiets. Neben Afrin exitieren noch die Gebiete Kobanê und Cizîrê die zusammen seit 2016 die „Demokratische Föderation Nordsyrien“ bilden.

Rojava steht unter führung der kurdischen Partei PYD sowie der ihnen angegliederten militärischen Kräfte YPG/YPG. Diese befehligen eine zehntausende Männer und Frauen starke Armee, welche neben der syrischen Armee als effektiveste Bodenkraft gegen den „Islamischen Staat“ gilt. Sowohl Russland als auch die USA kooperieren mit der Miliz.

Für Erdogan ist Rojava eine Bedrohung, da die PYD der PKK nahesteht, welche in der Türkei bereits seit Jahrzehnten für die Rechte der kurdischen Minderheit kämpft.

Die Türkei hat nun Kräfte an der Grenze zu Afrin zusammengezogen. YPG-Kommandant Sipan Hemo erklärte gegenüber der prokurdischen Nachrichtenagentur Firat dazu: „Es ist unser Schicksal die Region von Erdogan zu befreien“. Syriens Regierung drohte derweil mit dem Abschuss türkischer Jets, sollten diese syrisches Gebiet bombardieren.