Mitarbeiterinnen berichten über Übergriffe und fehlende Konsequenzen

Wie die englische Zeitung „The Guardian“ berichtet, soll es auch innerhalb der Vereinten Nationen zu zahlreichen Übergriffen auf Mitarbeiterinnen gekommen sein.

Die Zeitung berichtet von 15 Frauen, welche über Übergriffe berichteten. Diese würden von Belästigungen bis zu Vergewaltigung reichen. Die Zeitung zitiert zudem eine Beraterin des Welternährungsprogramms (WFP), dass wer sich beschwere, dessen Karriere sei praktisch zu Ende.

Bereits eine Stunde nach Veröffentlichung der Vorwürfe reagierte UN-Sprecher Stephane Dujarric darauf. „Gleich vom ersten Tag im Amt hat der Generalsekretär sexuelle Belästigung zu einem Hauptthema gemacht“, sagte er. „Dazu gehört auch eine Null-Toleranz-Politik in der Organisation.“ so Dujarric.

Die Frauen berichten jedoch von einem ganz anderen Umgang. Die Frauen, welche die Übergriffe innerhalb der UN anzeigten wurden ignoriert. Für die Täter gab es keinerlei Konsequenzen. In der Artikel heißt es, dass die Vereinten Nationen zugelassen hätten, dass sexuelle Belästigung und Gewalt in ihren eigenen Büros überall auf der Welt florierten.

Bereits seit Jahren werden immer wieder massive Vorwürfe gegen UN-Blauhelm Soldaten öffentliche. In zahlreichen Fällen sollen diese Frauen und Kinder missbraucht und vergewaltigt haben.

Als Reaktion will die UN nun eine „Taskforce“ einsetzen. Diese soll die Fälle der sexuellen Belästigung und andere Übergriffe untersuchen. Zudem solle es eine MitarbeiterInnenbefragung geben und eine telefonische Beratungsstelle eingerichtet werden.