Nach dem kurzfristigen Demo-Verbot in Köln: Angriffe durch Polizei in Duisburg

Seitdem sich das türkische Militär aktiv in den Bürgerkrieg in Syrien eingemischt hat, gibt es Solidaritätsaktionen in Deutschland und der ganzen Welt. Der Einmarsch und die Angriffe auf den westlichen Kanton Afrin bewegt zehntausende Menschen zu Solidaritätsaktionen. Genau diese werden von der Polizei angegriffen.

Zuletzt wurde eine Großdemonstration in Köln, mit rund 20.000 Menschen von der Polizei aufgelöst. Der Grund dafür: Fahnen von Parteien die in Syrien gegen den Islamischen Staat kämpfen wurden getragen. Der deutsche Staat hatte sie zuvor illegalisiert.

Gestern sollte eine weitere Solidaritäts-Demonstration in Köln stattfinden. Diese wurde allerdings weniger als 24 Stunden vorher doch noch von der Polizei verboten. Die Demonstration würde aus Sicht der Polizei die „öffentliche Sicherheit“ gefährden und die Kräfte der Polizei überlasten.

Die Menschen haben dies als Anlass genommen um im Gegenzug am Duisburger Hbf ihre Solidarität zu zeigen. Mehrere hundert Menschen versammelten sich hier und sahen sich von Anfang an einer massiven Polizeipräsenz ausgesetzt.
Auch hier kam es erneut zu Angriffen seitens der Polizei auf die DemonstrantInnen. Mehrere Personen wurden gezielt herausgezogen und gewaltsam zu Boden gebracht. Personen die sich solidarisch gezeigt haben wurden daraufhin ebenfalls geschlagen und festgenommen. Gefesselt mit Kabelbindern mussten sie sich einer langen Prozedur unterziehen. Neben den Anzeigen und Platzverweisen wurden Fahnen und Transparente beschlagnahmt. Einen Anlass für den gewalttätigen und brutalen Polizeieinsatz mit mehreren leicht Verletzten gab es nicht.

Ein Videobericht von der Kundgebung auf YouTube von newsred.