Polizeieinsätze aufgrund von Transparenten und Plakaten häufen sich

Am vergangenen Sonntagmorgen rückte die Hamburger Polizei erneut aus, um ein Transparent mit der Aufschrift „Oury Jalloh – ermordet von deutschen Polizisten“ abzuhängen. Das Transparent hing an der Fassade des Wohnprojekts „Plan B“ im Hamburger Stadtteil St. Pauli.

Bereits am 20. November 2017 war ein Transparent mit einer ähnlichen Aufschrift von der Fassade der Roten Flora entfernt worden, ebenso zahlreiche Plakate in Hamburg und anderen Städten, die die Polizei als Mörder von Oury Jalloh darstellten.

„Der Rassismus innerhalb der Institution Polizei tötet – auf die eine oder andere Weise“, so heißt es in einer Pressemitteilung der BewohnerInnen des Wohnprojekts Plan B. „Während der Hinweis auf diesen Umstand verfolgt wird, mussten die Mörder Oury Jallohs die Justiz bisher nicht fürchten“, so die BewohnerInnen weiter.

Die UnterstützerInnen stellen zudem einen Bezug zu rassistischen Polizeikontrollen und Polizeigewalt in Hamburg her. Vor zwei Jahren, am 29. Februar 2016, wurde hier Yaya Jabbie erhängt in einer Zelle des Gefängnisses „Hahnöfersand“ aufgefunden. Jabbie befand sich dort seit einem Monat in Untersuchungshaft, nachdem er mit einer strafrechtlich eigentlich irrelevanten Menge Cannabis kontrolliert und festgenommen wurde.