Französischer Präsident stellt sich gegen weitere Eroberungspläne der Türkei

Laut einer Erklärung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron verurteilt dieser die türkische Besetzung Afrins und Drohungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, weiter gegen die kurdischen Gebiete in Rojava vorzugehen.

Nach einem Gespräch zwischen dem französischen Präsidenten und VertreterInnen der Selbstverwaltung in Nordsyrien und der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG)versprach dieser umfassende Unterstützung gegen die türkische Invasion zu (Link).

Neben dringend notwendiger humanitärer Hilfe sicherte Macron zudem die Entsendung von französischen Soldaten in die von der Türkei bedrohte Stadt Minbidsch zu. Damit soll ein Angriff der Türkei verhindert werden.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Frankreich angekündigt, bereit zu sein, gegen das militärische Vorgehen der syrischen Armee bewaffnet vorzugehen. Vor diesem Hintergrund  sollten auch die jetzt getroffenen Ankündigungen gesehen werden.

Sollte Frankreich tatsächlich weitere Soldaten in Minbidsch stationieren, wird dadurch ein baldiger und umfassender türkischer Angriff auf die Stadt unwahrscheinlich. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie ernst es Frankreich mit den angekündigten Maßnahmen meint, und wie insbesondere Russland darauf reagieren wird.

Die weitere Stationierung ausländischer Soldaten wird den Krieg in Syrien jedoch auf Dauer kaum befrieden können, sondern ihn eher erneut anfachen bzw. in die Länge ziehen.

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