Ermittlungen des LKAs gegen Stadtwerke Schleswig. Schäden in Millionenhöhe.

Wie vor kurzem bekannt wurde, haben die Stadtwerke Schleswig vermutlich über zwei Jahre hinweg tonnenweise Plastikteile in die Schlei (ein Nebenarm der Ostsee) geleitet. Das Plastik soll unkontrolliert aus einem städtischen Klärwerk in das Gewässer geflossen sein, das berichtet der NDR (Link).

Die Millionen kleiner Plastikteilchen, die in den vergangenen Jahren von der Anlage in die Schlei gespült wurden, belasten nicht nur die Schlei selbst, sondern auch dutzende Kilometer entlang die Uferböschungen. Damit gefährden sie nicht nur in der Schlei lebende Tiere und Organismen, sondern vor allem die in den Uferböschungen nistenden seltenen Vogelarten. Auch für Kleinkinder ist das überall herumliegende Plastik lebensgefährlich.

Täglich sind nun bis zu 80 Mitarbeiter der Stadtwerke damit beschäftigt, die Ufer von dem Müll zu befreien. Eine kaum leistbare Aufgabe, da die winzigen Teilchen überall im Schilf, im Boden und im Wasser sind. Allein die grobe Reinigung der Ufer dürfte mehrere Millionen Euro kosten.

Bisherige Vermutungen gehen davon aus, dass es sich bei dem Plastik um Essensverpackungen handelt, die gemeinsam mit Essensresten in die Kläranlage gekommen sind. Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen gegen die Stadtwerke Schleswig aufgenommen. Dort geht man davon aus, dass der Schuldige das Recyclingunternehmen „ReFood“ sei. Von dort habe man die Essensreste bezogen und ungesehen bzw. ungefiltert in die Kläranlage geleitet.

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