An diesem verlängerten Wochenende finden wie jedes Jahr in ganz Deutschland wieder Demonstrationen für den weltweiten Frieden statt – die sogenannten Ostermärsche. Die OrganisatorInnen erwarten deutschlandweit bis zu 60.000 TeilnehmerInnen.

Hierzu erklärt Heiko Lange, Mitglied im Bundesvorstand der „Roten Hilfe e.V.“: „Gemeinsam mit der Friedensbewegung fordern wir die Freilassung aller KriegsgegnerInnen. In vielen Ländern werden Menschen inhaftiert, weil sie den Kriegsdienst verweigern oder gegen militärische Interventionen auf die Straße gehen.“

Auch in Deutschland werden immer wieder KriegsgegnerInnen für ihr Engagement mit Strafen und Repression überzogen. „Hierzulande sind aktuell viele Aktivist*innen von Repression betroffen, weil sie gegen den völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türkei in Nordsyrien protestiert und sich mit der Bevölkerung in Afrin solidarisiert haben. Ebenso stehen beispielsweise vier Aktivisten in Sachsen-Anhalt vor Gericht, weil sie die Militärübungsstadt Schnöggersburg im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark bei Magdeburg symbolisch besetzt hatten“, so Lange.

„Gegen die innere und äußere Militarisierung sowie die Unterstützung von Kriegen durch Rüstungsexporte zu protestieren, ist legitim und den betroffenen Aktivist*innen gehört unsere Solidarität“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der bundesweiten Antirepressionsstruktur Rote Hilfe e.V..