Strafzölle und ein möglicher eskalierender „Handelskrieg“ dämpfen Erwartungen

Der monatliche Geschäftsklima-Index des Münchner „ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung“ sank den zweiten Monat in Folge leicht ab. Der insbesondere bei Investoren stark beobachtete Stimmungsindikator sank im März von 115,4 auf 114,7 Punkte. Zuletzt lag der Index im Mai 2017 so tief wie heute.

Die Daten basieren auf monatlichen Umfragen des Instituts unter 7.000 Managern der deutschen Wirtschaft. Die Manager beurteilen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage, als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate weniger optimistisch als bisher.

Besonders im verarbeitenden Gewerbe sank das Geschäftsklima „auf hohem Niveau“, so das Institut. „Die Stimmung in den Firmen sackt weiter ab. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung gewesen, solange das Risiko eines globalen Handelskriegs so groß ist wie jetzt“, so auch der Chefvolkswirt der „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (KfW).

Am deutlichsten negativ fiel dementsprechend die Prognose für die kommenden sechs Monate aus. Die Erwartungen der Manager fielen ebenfalls auf ein deutliches Rekordtief im Vergleich zum letzten Jahr. Lagen die Erwartungen der Manager im Dezember noch bei 111 Punkten, sind diese nun auf 104,4 Punkte abgerutscht (Link).

Lediglich die aktuelle Lage der Wirtschaft bleibt relativ stabil und muss nur einen Rückgang von 0,4 Punkten verzeichnen.