Auseinandersetzungen bei spontanen Protesten

Am vergangenen Donnerstag ist ein Senegalese in der spanischen Hauptstadt an einem Herzinfarkt gestorben. Kurz zuvor hatte eine Razzia gegen Straßenhändler an der „Puerta del Sol“ stattgefunden. Im Anschluss wurde der Straßenhändler Mame Mbaye zwei Kilometer von der Polizei mit Motorrädern bis zur Straße Oso gejagt, wo er zusammenbrach. Aktivisten der Straßenhändler-Gewerkschaft, in der Mame organisiert war, sowie AnwohnerInnen kamen zu spontanen Protesten zusammen.

Diese richteten sich gegen institutionalisierten Rassismus und die Kriminalisierung des Straßenhandels und der Migranten. Mame lebte in Spanien bereits seit 13 Jahren, jedoch noch immer ohne Papiere. In der Nacht kam es dann zu Auseinandersetzungen, bei denen brennende Barrikaden errichtet und die Polizei mit Steinen und Stühlen attackiert wurden. Sechs Personen wurden festgenommen, alles AnwohnerInnen des Viertels und spanische Staatsangehörige.

Der Sprecher der Straßenhändlergewerkschaft, Malick Gueye, kommentierte: „Nun, es ist das Ergebnis von Wut und Wut der Leute, aber wenn die Polizei nichts gemacht hätte, wäre das nicht passiert. Aber wie kann man nicht protestieren, wenn vor unseren Augen eine Person getötet wird. Die Presse wird sich auf Gewalt und Unruhe konzentrieren, aber ich denke nicht, dass das am Wichtigsten ist. Der Schlüssel ist der Tod eines Mannes.“

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