Zwischen Ende Mai und Ende Juni durchqueren über 5.000 Militärfahrzeuge und etwa 10.000 Soldaten Ostdeutschland. Die Truppenverlegung erfolgt im Rahmen verschiedener militärischer Operationen.

Einerseits handelt es sich um Vorbereitungen für die Militärübung „Saber Strike“ in Polen und Litauen, an der 20.000 Soldaten aus 19 NATO-Mitgliedsstaaten teilnehmen werden. Außerdem verlegen die US-Streitkräfte im Rahmen der Operation „Atlantic Resolve III““ etwa 3.500 Soldaten und 1.400 Fahrzeuge nach Osteuropa (Link).

Die USA haben jüngst eine Erhöhung ihres Militäretats für Osteuropa beschlossen. Das Programm „European Deterrence Initiative“ (europäische Abschreckungsinitiative) sieht eine Erhöhung von 3,4 Milliarden (2017) auf 4,8 für 2018 und 6,5 Milliarden im nächsten Jahr vor (Link) Es beabsichtigt die Stationierung von knapp 10.000 US-Soldaten und formuliert als Ziel, „unser Verteidigungs- und Abschreckungspotential durch die Positionierung der richtigen Kräfte an zentralen Positionen zu erhalten und zu verstärken, um so eine rechtzeitige Antwort auf feindliche Bedrohungen zu ermöglichen.“

Obwohl 85% des Truppentransports mit Zügen abgewickelt werden soll, werden einen Monat lang zahlreiche Militärfahrzeuge auf ostdeutschen Straßen zu sehen sein. Insgesamt werden 55 Militärkolonnen à 20 Fahrzeuge erwartet, die sich über die A9, A11 und A12 durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg Richtung Polen bewegen.