Für Kinder in Ostdeutschland ist die Armutsgefahr am größten

Zahlen zum Jahr 2015 stellen dar, wo Kinder in Deutschland ein erhöhtes Risiko haben, in Armut zu leben.  Die größte Gefahr ergibt sich anhand der Daten in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin und Thüringen. In all diesen deutschen Bundesländern liegt das Risiko knapp über 25 Prozent.

Wie wird Kinderarmut bemessen?

Der Lebensstandard und die Chancen von Kindern sind nach wie vor zuvorderst von den finanziellen Mitteln der Eltern abhängig. Als armutsgefährdet gilt ein Haushalt, der weniger als 60 Prozent des Einkommens’medians‘ (das Einkommen, über das die meisten ArbeiterInnen verfügen) verdient. Dabei haben Kinder von alleinerziehenden Frauen oder Langzeitarbeitlosen, aufgrund der strukturellen Armut ihrer Eltern, ebenfalls strukturell das höchste Risiko, in Armut zu leben.

Regionale Unterschiede

Neben dieser strukturellen Armut sind regionale Unterschiede erkennbar. Analysen der Hans-Böckler-Stiftung zeigen deutlich, dass im Süden der Bundesrepublik das Armutsrisiko im deutschen Vergleich gering ist. Vor allem in Ostdeutschland, wo auch das mittlere Einkommen deutlich geringer ist als in westlichen Bundesländern oder auch in den Großstädten, ist das Risiko am höchsten.