Kabelnetzkonzern baut Zugriff auf das deutsche Kabelfernsehen aus

Vodafone hat angekündigt, einen Großteil des britischen Breitbandanbieters „Liberty Global“ für 18,4 Milliarden Euro zu kaufen. Damit würde es sich zugleich das deutsche Kabelnetz von Unitymedia aneignen, das zu Liberty Global gehört. Dieser Schritt stellt eine Herausforderung der Telekom dar, die der größte Telekommunikationskonzern in Deutschland ist.

Die Telekom dominiert den Breitbandkabelmarkt gegenwärtig noch mit einem Marktanteil von knapp 40 Prozent. Mit dem Aufkauf von Unitymedia würde Vodafone „über ein Fernsehkabelnetz verfügen, mit dem knapp zwei Drittel aller bundesdeutschen Haushalte erreicht werden. Damit könnte Vodafone im ganzen Land Mobilfunk, Fernsehen und Breitband im Paket anbieten.“

Prinzipiell wären vorläufig Preissenkungen für Kunden denkbar, da das Netz von Unitymedia es Vodafone ermöglichen würde, Gebühren an die Telekom zu umgehen. Das würde zugleich Druck auf die Telekom ausüben. Würde sich aus dem Konflikt aber ein neues Monopol entwickeln, wäre aufgrund der Marktmacht des Monopolisten eine langfristige Teuerung ebenso denkbar.