Bündnis weist Berichte über neue Eingreiftruppe zurück

Die Nato-Staaten planen im kommenden Herbst ein Großmanöver mit 40.000 Soldaten. Die Übung „Trident Juncture“ soll im nordöstlichen Bündnisgebiet stattfinden. Darüber habe das Bündnis Russland bei der Sitzung des Nato-Russland-Rates informiert. Auch 8.000 Bundeswehr-Soldaten sollen an der Übung teilnehmen.

Unterdessen wies das Bündnis Presseberichte über den Aufbau einer neuen „schnellen Eingreiftruppe“ von 30.000 Soldaten zurück. Dies sei nicht geplant, wie es in einem Schreiben der Nato an die Redaktionen heißt, über das Spiegel-Online berichtet hatte. Vielmehr gehe es bei anstehenden Beratungen um die Verbesserung der Bereitschaft und Bewegungsfähigkeit der existierenden Truppen innerhalb Europas und über den Atlantik. Ziel sei es, die Reaktionsfähigkeit für den Fall eines unvorhersehbaren Angriffs zu verbessern.

Nato-Generalsekretär Stoltenberg kündigte zudem die Einrichtung eines neuen Atlantikkommandos an, „um Truppen einfacher von Nordamerika nach Europa zu transportieren.“ Ein neues Hauptquartier für Logistik ist in Ulm geplant.