Rund 15% sehen in kapitalistischem Eigentum Quelle von Ausbeutung

Immer mehr Ökonomen warnen vor einer neuen Krise. Laut einer Umfrage des Allensbachs-Instituts zum Thema „Eigentum“ sehen auch 61% der deutschen BürgerInnen in einer möglichen neuen Finanzkrise die größte Bedrohung für ihren Wohlstand. Darauf folgt die Bedrohung durch Inflation (57%) und Einbrecher (55%) für das eigene Eigentum.

Laut der Studie gäbe es mehrheitlich eine positive Haltung zu Eigentum. So sind 63% der Meinung, dass Eigentum „Freiheit bedeutet“. Gleichzeitig stimmt mehr als Hälfte der Aussage zu: „Je mehr jemand hat, desto mehr will er haben.“ 21% der Befragten meinen sogar, dass „Vermögen den Charakter verdirbt“.

Immerhin 15% sehen die Ursache von Ausbeutung und Entfremdung der ArbeiterInnen im kapitalistischen Eigentum an sich. In einer Studie aus dem Jahr 2015 von WissenschaftlerInnen der Freien Universität Berlin waren sogar noch eindrücklichere Zahlen zu beobachten: So hält laut der Studie „Linksextremismus in Deutschland“ eine absolute Mehrheit die praktizierte Demokratie nicht für eine echte Demokratie, weil der Einfluss der Wirtschaft zu groß sei. Eine ansehnlicher Prozentsatz von knapp 30% glaubt sogar, dass eine wirkliche Demokratie nur ohne Kapitalismus möglich sei.