Bundesbank stuft Prognosen für das Wachstum der deutschen Wirtschaft zurück

Die Experten der Bundesbank haben ihre Prognosen für das Wachstum der deutschen Wirtschaft korrigiert: Statt einem zuvor prognostizierten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,5% im Jahr 2018 geht die Bundesbank nun nur noch von einem Wachstum von 2,0% aus.

„Die Unsicherheiten für den Ausblick sind erheblich höher einzustufen als zuvor“, erklärte Notenbank-Präsident Jens Weidmann die Entscheidung der Bundesbank. Insbesondere der Handelsstreit mit den USA verunsichere viele Unternehmen in Deutschland und schaffe zusätzliche Gefahren für die wichtige deutsche Exportwirtschaft. Auch Steuergeschenke (fiskalpolitische Maßnahmen) der Bundesregierung an die deutsche Wirtschaft könnten diese Gefahren und realen Wachstumshindernisse durch höhere Zölle nicht ausgleichen.

Auch die französische Notenbank hat die Prognose für die nationale Wirtschaft leicht gesenkt, von 1,9 auf 1,8% Steigerung der Wirtschaftsleistung. Beide Notenbanken gehen von einer andauernden Hochkonjunktur-Phase bis 2020 aus. Für die folgenden Jahre werden jedoch schon jetzt deutlich niedrigere Wachstumsraten prognostiziert. Zudem soll es in den nächsten Monaten und Jahren eine deutlich höhere Inflation als in den vergangenen Jahren geben (Link).