China und USA verhängen gegenseitige Zölle im Milliardenvolumen. Weitere Eskalation möglich.

Die USA haben Zölle für chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden US-Doller verhängt, nur wenige Stunden darauf startete China „den notwendigen Gegenangriff“ durch Zölle in gleicher Höhe. Laut der chinesischen Regierung hätten die USA „den größten Handelskrieg in der Wirtschaftsgeschichte“ eingeleitet. Die chinesischen Zölle umfassen Produkte aus den USA wie Sojabohnen und Schweinefleisch – diese werden um 25% teurer.

Auch deutsche Wirtschaft betroffen

Betroffen ist auch die deutsche Wirtschaft. So produzieren deutsche Autobauer in den USA Fahrzeuge, die von dort aus nach China exportiert werden. Daimler gab mittlerweile sogar eine Gewinnwarnung aus. Zuletzt waren die Chefs der deutschen Autokonzerne beim US-Botschafter in Deutschland zu Verhandlungen erschienen.

Darüber hinaus werde der Handelskrieg auch die allgemeine Weltwirtschaft belasten. „Wenn zwei der wichtigsten Handelspartner Deutschlands in einen Handelskrieg einsteigen, wird dies mit Sicherheit nicht spurlos an unserer Wirtschaft vorbeigehen“, so Michael Hüther, Direktor des „Instituts der deutschen Wirtschaft“ (IW Köln).

 

Weitere Eskalation?

Die nun in Kraft getretenen Strafzölle sind wahrscheinlich der nächste Schritt in einem eskalierenden Handelskrieg. Für die nun eingetretenen chinesischen Vergeltungszölle hat Trump bereits neue Zölle von 16 Milliarden in zwei Wochen angekündigt: „… Und dann sind wir, wie bekannt ist, auf weitere 200 Milliarden eingestellt, und nach den 200 Milliarden sind wir auf 300 Milliarden eingestellt.“