40.000 Soldaten werden an größter NATO-Übung seit Ende des Kalten Kriegs teilnehmen.

Zwischen dem 25. Oktober und dem 7. November werden 40.000 Soldaten aus 30 verschiedenen NATO- und anderen Partnerstaaten an der Übung „Trident Juncture“ (Dreizackiger Verbindungspunkt) teilnehmen. An dem seit Januar 2017 geplanten Projekt werden etwa 120 Flugzeuge, 70 Schiffe und 10.000 Fahrzeuge beteiligt sein.

Die deutsche Bundeswehr stellt mit rund 8.000 Soldaten, über 100 Panzern und mehr als 2.000 weiteren Fahrzeugen mit Abstand das größte Kontingent für die Übung (Link). Bei einer vergleichbaren Übung im Jahr 2015 war die Bundeswehr nur mit 3.000 Soldaten vertreten.

Die große Beteiligung der Bundeswehr hängt auch damit zusammen, dass Deutschland Anfang 2019 die Führung der schnellen Eingreiftruppe der NATO (Very High Readiness Joint Task Force – VJTF) übernimmt. Die Bundeswehr stellt zudem 1.000 Gebirgsjäger für das Manöver zur Verfügung, die feindliche Streitkräfte darstellen sollen.

Mit der deutschen Beteiligung an der Übung steigt die Beteiligung an internationalen Übungen in diesem Jahr auf die Rekordzahl von 12.000 Soldaten. Das sind rund drei Mal so viele wie im vergangenen Jahr. Die Kosten für die Übungen liegen nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums bei rund 90 Milliarden Euro.

Seit Beginn der Ukraine-Krise im Jahr 2014 haben sowohl die NATO als auch Russland ihre militärischen Übungen an der Grenze der NATO vervielfacht. Zuletzt fand eine Übung der NATO in einer ähnlichen Größenordnung 2002 statt.

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