Jugendliche regeln den Verkehr jetzt selbst

Bereits seit 8 Tagen gehen in Bangladesh tausende Schüler und Studierende auf die Straße. Auslöser war ein tödlicher Verkehrsunfall, bei dem zwei junge Menschen starben. Die Demonstrierenden fordern bessere Verkehrssicherheit. Auf Versprechungen der Regierungen wollen sie nicht warten und nehmen die Sache selbst in die Hand. Am Wochenende kontrollierten sie eigenmächtig Tausende Fahrzeuge, verlangten Nachweise über Registrierung und Zulassung und organisierten den Verkehr.

Die Polizei ging deshalb hart gegen die Protestierenden vor. Hunderte sollen bei Auseinandersetzungen verletzt worden sein, es gibt auch Berichte über Menschen, die erschossen wurden. Die Auseinandersetzungen verlagerten sich teilweise auch an die Universitäten, in welche die Polizei mit Tränengas hineinschoss. Die Protestierenden sowie JournalistInnen werden von vermummten und ungekennzeichneten Pro-Regierungstruppen angegriffen, auch gibt es Berichte über sexualisierte Gewalt.

Zur Eindämmung der Proteste blockierte die Regierung das Internet und schaltete die Mobilfunktnetze ab. Der Innenminister warnte, drastischere Maßnahmen zu ergreifen, sollten die Proteste nicht enden.

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