Militäreinsätze sollen reduziert werden.

Zwei Drittel der Deutschen sehen Krieg als die Hauptursache für weltweite Fluchtbewegungen an. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts Infratest-Dimap im Auftrag der Welthungerhilfe. Dementsprechend setzt auch nur eine verschwindende Minderheit auf das Militär zur Lösung globaler Probleme.

Laut der Umfrage denken nur fünf Prozent der Deutschen, dass die Bundesrepublik vorrangig Geld für Militär und Verteidigung ausgeben soll, um globale Probleme wie Klimawandel und Hunger zu bekämpfen. Stattdessen befürwortet ein Drittel Ausgaben für Umwelt- und Klimapolitik und ein weiteres Drittel für humanitäre und Katastrophen-Hilfe. 21 Prozent der Befragten sprachen sich für Entwicklungshilfe aus und sechs Prozent für Ausgaben in der Außenpolitik.

Die Kriegsablehnung der Bevölkerung zeigt sich auch in der Antwort auf die Frage, in welchem Bereich Deutschland sein Engagement reduzieren soll: Hier wünschen mit 41 Prozent die Meisten eine Verringerung von Militärhilfe und Auslandseinsätzen der Bundeswehr.