Sie sind Spezialeinheiten von Polizei, Sicherheitsdiensten und auch des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr. Gemeinsam sollen sie sich auf den „Tag X“ vorbereiten, an dem es auch gilt, linke Politiker zu erschießen. Mutmaßlich ganz oben auf der Liste: Linken-Politiker Dietmar Bartsch.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus und beruft sich dabei auf Ermittlungsakten im Fall Franco A.. Der Bundeswehr-Offizier plante Anschläge auf hochrangige Politiker und stand dabei in Kontakt mit Gleichgesinnten. Schon mehrfach hat Perspektive Online darüber berichtet. Auch den Ermittlungsakten des BKA zufolge handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall.

So soll es in der Bundeswehr ein Netzwerk aus sogenannten „Preppern“ (Vorbereitern) geben. Diese würden planen, im Fall eines „Tag X“ – dies kann ein Stromausfall, eine Naturkatastrophe aber auch ein faschistischer Putsch sein – unliebsame Politiker „zu einem Ort mit Tötungsabsicht zu verbringen“. Ganz oben auf einer Liste soll der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, gestanden haben. Wie der Focus weiter schreibt, seien außerdem geheime Waffendepots und Treibstofflager angelegt worden.

Das Netzwerk des rechten Terrors

Das Netzwerk soll sich über verschiedene Chatgruppen und reale Treffen organisiert haben. Führend sollen daran einige Hauptfeldwebel der Eliteeinheit der Bundeswehr – dem Kommando Spezialkräfte – beteiligt sein. Darunter auch KSK-Soldat André E., der in der Prepperszene unter dem Namen „Hannibal“ bekannt sein soll.

Die Verbindungen der Prepper reichen bis in den Bundeswehr-Geheimdienst, den „Militärischen Abschirmdienst“ (MAD). Dort ist nun Anklage gegen einen Mitarbeiter des Dienstes erhoben worden, der André E. vor Hausdurchsuchungen in der Szene gewarnt haben soll.